Belarus dankt allen Spenderinnen und Spendern aus Pfalzgrafenweiler und Umgebung.
Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise konnten wir auch in diesem Jahr eine Hilfsfahrt nach Belarus durchführen. Mit großer Freude durfte ich feststellen, dass trotz dieser Krisen das Spendenaufkommen nicht wesentlich zurückgegangen ist. Herzlichen Dank!
Umso größer war die Freude in Belarus, da man dort natürlich auch von diesen Krisen gehört hat und mit bescheidener Hilfe rechnete. Wir sollen Allen den Dank und die Freude über die Hilfe übermitteln. Vielen, vielen Dank sagen unsere Freunde.
Man muss die Freude, die leuchtenden Augen der Beschenkten selbst sehen, um die Dankbarkeit zu erkennen. Dies ist nicht gespielt, das ist echt.
Auch in diesem Jahr flogen wir von Frankfurt direkt nach Minsk und wurden dort von Dr. Karavai und Fahrer Anatolij empfangen und zum Hotel Tourist am Stadtrand von Minsk gefahren. Eine ziemlich trostlose Gegend, aber alle preiswerten Hotels im Stadtzentrum waren belegt und wir wollten nicht in den teuren Hotels (250,00 – 500,00 EURO pro Nacht) logieren.
Hotel Tourist in Minsk am Partisanskij Prospekt
Am nächsten Tag besuchten wir die Behinderten-Tagesstätte „Offene Tür“ in Minsk, informierten uns über die dortige Arbeit und freuten uns über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, welche auch mit unserer Hilfe betreut werden.
Besuch in der Behinderten-Tagesstätte "Offene Tür" in Minsk.
Nachmittags begleitete uns die Gesangsgruppe „Kressiwa“ ans Minsker Meer und lud uns zu einem köstlichen Abendessen ein. Danach besuchten wir noch unseren Freund Eduard Dubowski in seiner Profi-Boxschule.
Profi-Boxschule Dubowskij in Minsk.
Ein anstrengender neuer Tag war angesagt: Einkaufen mit den Direktoren des Sonderschul-Internats Rudensk. Wir hetzten von Geschäft zu Geschäft und warteten mehr oder weniger geduldig bis die Herren sich entscheiden konnten was letztendlich gekauft werden soll, denn wir geben ja bekanntlich kein Bargeld sondern kaufen immer an Ort und Stelle ein. In Begleitung des Artdirektors des Gorkitheaters in Minsk besichtigten wir dann das Internat.
Ein von den Schüler-innen und Schülern gebastelter Drache bewacht den Vor-ratskeller des Sonderschul-Internats Rudensk.
Erholung gönnten wir uns dann am nächsten Tag. Wir fuhren mit den „Kressiwa“ ins Freilichtmuseum Oserzo , besichtigten die Schlösser Mir und Nesvisch der früheren Landesherren von Radzywill. Diese werden seit Jahren renoviert, da sie in der Sowjetzeit geplündert und erheblich zerstört wurden. Sie waren eigentlich nur noch Ruinen. Dann besuchten eine Datscha und
Schloß MIR
feierten dann mit Freunden und Bekannten in Minsk Willkommen. Ob dieser Tag die erhoffte Erholung war?
Am nächsten Morgen ging’s dann in Richtung Gischenka an der russischen Grenze. Unterwegs trafen wir in Mogilev die Rektoren der Schule zum Einkaufen. Sportartikel, Tafeln und Gebrauchs-gegenstände für die Unterhaltung der Schule und seiner Umgebung standen auf dem Einkaufszettel.
Einkauf in Mogilev für die Schule in Gischenka.
Das Schulfest zum Schuljahresende am nächsten Morgen war beeindruckend. Leider konnten wir die vielen Reden, insbesondere der Abiturienten nicht verstehen.
Abiturentenrede in Gischenka.
Anschließend fuhren wir in die wegen zu hoher Strahlenbelastung gebildete Sperrzone, in welcher die Dörfer abgerissen wurden und erst jetzt teilweise wieder eine landwirtschaftliche Nutzung zugelassen wird.
Kontrollposten vor dem wegen hoher Strahlenbelastung gesperrten Gebiet.
Ein Schaschlik mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule in Gischenka, sowie wieder ein gemütlicher Abend in unserem Privatquartier rundeten den kommenden Tag ab.
Vergnüglicher Abend in unserem Quartier bei Olga und Valentin in Slawgorod.
Auf der Rückfahrt nach Minsk wollten wir noch eine Bootsfahrt auf dem Dnepr machen. Doch leider durften die Boote nicht auslaufen um die Welse nicht beim Laichen zu stören.
Die Schiffe auf dem Dnjepr durften wegen der Laichzeit der Flußwelse nicht auslaufen.
Eine besondere Überraschung erlebte ich dann im Gorki-Theater. Das belarussische Fernsehen war da und machte mit mir ein Interview über unsere Arbeit in Belarus.
Das belarussische Fernsehen berichtet (vielleicht) über unsere Hilfe und Arbeit für Belrus.
Dann kam der Abschied. Olga und Anatolij brachten uns zum Flughaben und heim ging’s.
Insgesamt konnten wir für:
Schule in Gischenka 10.180,71 € Sportjugend in Slawgorod 756,09 € Behinderten-Tagesstätte in Minsk 2.500,00 € MS-Kranke in Minsk 800,00 € Sonderschul-Internat Rudensk 4.869,53 €
Waren im Wert von 19.106,33 € einkaufen.
Allen die hierzu beigetragen haben sage ich herzlichen Dank.